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Der richtige Mitarbeiter

Personalauswahl: Wer ist der "richtige" Mitarbeiter? Was macht einen guten Mitarbeiter aus? Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Persönlichkeiten.

Wer ist der "richtige" Mitarbeiter? Was macht einen guten Mitarbeiter aus? Warum ist es so wichtig, den richtigen Mitarbeiter zu finden. Fakt ist: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Persönlichkeit und auf Persönlichkeiten. Warum das so ist, erfahren Sie hier...

 

 

 

 

 

 

(Artikel von Andreas Köhler) Wer der richtige Mitarbeiter ist und was einen optimalen Mitarbeiter ausmacht, ist je nach Bedürfnis der jeweiligen Stellen und Teams von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Es gibt jedoch einige Aspekte, die dann berücksichtigt werden sollten, wenn man generell Probleme, Konflikte und Misstände vermeiden - oder das jeweilige Unternehmen im Inneren und nach außen verbessern - will.

 

Aber Achtung: Den fachlichen Vorgaben entsprechend musterhaft qualifizierte Mitarbeiter sind nicht zwingend erfolgreiche Teamplayer, Kundenfreunde und Problemlöser. Das bedarf mehr: Motivation, Charakter, Arbeitseinstellung und Arbeitsverhalten, Sozialkompetenz, die Fähigkeit zur Kommunikation und Problemlösung. Ein erfolgreiches Unternehmen beschäftigt keine Maschinen und sieht Menschen nicht als Ware. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Persönlichkeiten. Im Groben und Ganzen geht es aus psychologischer Sicht um Wahrnehmung, Denken und Verhalten des entsprechenden Mitarbeiters bzw. der entsprechenden Mitarbeiterin. Die richtige Einschätzung der eigenen Person spielt ebenso eine Rolle wie soziale Intelligenz und sozialkompetentes Verhalten. Dies alles basiert auf Persönlichkeit.

Ebenso relevant ist die psychische Gesundheit. Persönlichkeitsstörungen sind in unserer modernen Gesellschaft zwar mittlerweile mehr die Regel als eine Ausnahme; es sollte aber darauf geachtet werden, dass zumindest insbesondere jene Störungen vermieden werden, welche die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen und darüber hinaus von vorne herein eine schädigende Wirkung auf die Menschen in und um das Unternehmen haben. Auch müssen solche Störungen vermieden werden, die das Allgemeinwohl bzw. die Gesundheit anderer Menschen betreffen. In vielen Bereichen ist dies in vielerlei Hinsicht noch nicht gegeben und es scheint manchmal so, dass die Gefahr von Persönlichkeitsstörungen weder erkannt - noch diese mindestens ausreichend berücksichtigt wird. Einige Persönlichkeitsstörungen können hingegen durchaus positive Auswirkungen auf die Arbeitsleistung haben.

 

Was nutzt es, wenn jemand mit seiner ausgezeichneten Ausbildung und seinen fachlichen Fähigkeiten glänzt, er sich aber auf diesen Lorbeeren ausruht und von seiner Persönlichkeit her eine schädigende Wirkung auf sich selbst und andere hat. Erfolgreiche Unternehmen suchen motivierte Sympathieträger und zuverlässige loyale Problemlöser, Menschen, die mitdenken, auf die man bauen kann, die sich engagiert und zuverlässig für das Unternehmen einsetzen und bereit sind, flexibel zu tun, was eben gerade für den gemeinsamen Erfolg wichtig ist.

 

Personalauswahl: Wer ist der "richtige" Mitarbeiter? Was macht einen guten Mitarbeiter aus? Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Persönlichkeiten.

Ein moderner Chef sucht Menschen, die ihm das Leben so einfach wie möglich - und nicht so schwierig wie möglich machen. Ein erfolgreicher Unternehmer sucht Partner, Mitstreiter, Vertraute, Freunde. Menschen, die im Job authentisch sind, ihren Job leben und nicht nur aus finanziellen Motiven. Schließlich gibt es eine große Anzahl weiterer Beweggründe (Motive), einer bestimmten Tätigkeit nachzugehen oder in einem bestimmten Unternehmen und Umfeld zu arbeiten. Vielen ist das überhaupt nicht bewusst, weil wir ein falsches Bild von "Arbeit" und "Geld verdienen" gelernt haben und folglich unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Handeln darauf einstellen.

Das Wort "Arbeiten" darf nicht überbewertet" bzw. - wie so häufig - negativ bewertet und besetzt werden. Schließlich gibt es Menschen, die an Stelle einer Arbeit und damit verbundenen gefühlen Verpflichtung oder Last (oder sogar Belastung) quasi ihrem Hobby (Neigungen, Interessen, Vorlieben) nachgehen und täglich Freude, Spaß und tiefe Befriedigung finden. Wer sich nicht täglich freut, in die Firma zu gehen und sich geradewegs nach Urlaub sehnt, macht selbst etwas falsch oder ist am falschen Platz. Entsprechend falsch ist die Arbeit und unausgeschöpft die Leistung und Möglichkeiten. Unternehmen begreifen dies zumeist immer noch ebenso falsch wie Arbeitnehmer und Gewerkschaften. In Wahrheit gibt es jedoch unzählige Beispiele von erfolgreichen Unternehmen, in denen jeder genau das macht, was er möchte, mag, will und schätzt. Auch bei Ihnen? Wir hoffen es.

 

Warum? Das Ergebnis ist Glück und Zufriedenheit, Spaß und Freude, echte (intrinsische) Motivation und Leistungsbereitschaft, höhere und qualitativ bessere Leistung und eine hohe wirtschaftliche Produktivität. So hoch, dass selbst die größere Konkurrenz mit der Zeit erblasst. Leider wird oft darüber gelacht. Man hält dies für unmöglich. Oder man weiß es und nutzt es völlig falsch. Ein klassisches Beispiel ist das Phänomen der völlig falsch verstandenen "Personalwerbung". Stets will man die Kontrolle behalten und hält dazu an altbekannten, jedoch veralteten widerlegten Denkprozessen und Ritualen fest. Man hält Arbeitnehmer zumeist für unmündig und behandelt sie genau so. Dies basiert auf Erfahrungen und diese Erfahrungen basieren auf einer veralteten Art und Weise der Personalsuche, Personalauswahl und Personalentwicklung.

 

Wer Mitarbeiter lockt und überredet, nach Lebensläufen und Vorstellungsgesprächen entscheidet und a) Relikte vergangener Tage oder b) die falschen neuen Kommerz-Ansätze der Personalwerbung stolz weiter pflegt, muss und wird weiterhin die Erfahrung machen, dass so nicht das erreicht werden kann, was andere mit einem anderen Denken und Handeln tatsächlich erreichen. Wer auf Persönlichkeit und eine alltagstaugliche Diagnostik setzt, wird andere Erfahrungen machen und lernen, dass es anders geht: Besser!

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint Exupéry)