Führungskräfte-Sensibilisierung

a) Für einen besseren Umgang mit Mitarbeitern

B) zur ERkennung psychischer Störungen

Hintergrundwissen

Fürsorgepflicht
Es gibt unzählige Unfallverhütungs- und Arbeitssicherheitsbestimmungen. Darüber hinaus sind viele gesundheitsdienliche und -fördernde Maßnahmen im Rahmen der arbeitgeberseitigen Fürsorgepflicht bekannt. Das Problem psychischer Erkrankungen wird jedoch nicht selten stark vernachlässigt und ist in vielen Betrieben immer noch ein Tabu-Thema, obwohl die tatsächliche Relevanz eine völlig andere Sprache spricht:

Besorgniserregende Fallzahlen
Tatsächlich schnellen die Fallzahlen psychischer Erkrankungen ungebremst empor. Als Grund für den Anstieg psychischer Erkrankungen sind u.a. die gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt in Verbindung mit wachsenden mentalen Anforderungen und psychischen Belastungen bekannt. Für Detail-Infos lesen Sie hier weiter

Chefs sind wichtiger als der Hausarzt

Immer mehr Unternehmen erkennen die Problematik
Sie setzen auf ihre Führungskräfte, damit diese frühzeitig gegensteuern können.
Es gilt, psychischen Druck durch erhöhte Arbeitsbelastung, Mobbing oder auch private Probleme rechtzeitig zu erkennen und geschickt gegenzusteuern. Ebenfalls sollen Führungskräfte bereits bei der Personalauswahl erkennen lernen, bei welchen Kandidaten potentielle Gefahren schlummern oder bereits offensichtlich sind.
 
Belastungen erkennen
Es gilt aber auch Belastungen zu erkennen, die organisationsbedingt sind. Dazu zählen u.a. E-Mail-Chaos, rund um die Uhr klingelnde Telefone, unsinnig erscheinende Meetings, missverständliche Kommunikation und mangelnde Kooperation. Auch Arbeitsaufträge, die am besten schon erledigt sind, wenn sie eintreffen, bedeuten nicht nur für die Mitarbeiter erhöhten Stress - auch die Qualität der Auftragsabwicklung, der Umgang mit Kunden und die Wirkung nach außen leiden darunter.

Anzeichen erkennen

Anzeichen für Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen rechtzeitig wahrnehmen
Führungskräfte müssen unbedingt sensibilisiert werden, damit sie Anzeichen für persönliche und berufliche Krisen bei Mitarbeitern wahrnehmen, richtig einschätzen und entsprechend handeln können. Auch sollten sie in der Lage sein, Persönlichkeitsstörungen und Indizien für psychische Erkrankungen zu erkennen. Letztendlich zählt aber die ärztliche Diagnose. Was bringt es aber, wenn jemand krank ist, aber nicht zum Arzt geht und an Stelle des Arbeitsausfalls den Betriebsfrieden oder die Teamleistung negativ beeinflusst und sich selbst langfristig völlig ruiniert?

 

Nicht alle Erkrankungen der Psyche treten offen zu Tage.
Glauben Sie etwa, das man das alles so offen sieht und sofort erkennt?
Weit gefehlt. Nicht alle Erkrankungen der Psyche treten offen zu Tage und sind einfach erkenntbar. Oftmals ist es genau anders als man meint. Zudem muss zwischen Störungen unterschieden werden, bei denen sich der betroffene Mitarbeiter krank fühlt und zum Arzt geht und solchen, die der Betroffe selbst gar nicht wahrnimmt und sich dabei auch in keinster Weise krank fühlt. Bei einem Wahn hält er höchstens andere für gestört und fühlt sich von ihnen gegängelt und hintergangen.

Potentielle Gefahr
Mit Erkrankungen der Psyche sind nicht etwa nur Depressionen und Burn out gemeint, sondern auch jene, die eine Gefahr für das gesamte Unternehmen darstellen können. Viele können sich kaum vorstellen, dass hoch qualifizierte, sympathische und eloquente Mitarbeiter allein mit ihren ihnen selbst unbewussten gestörten Denkmustern und Handlungen Teams und ganze Unternehmen ruinieren können. Auffallen wird das erst mal keinem, sofern die Techniken nicht bekannt sind, genau das herauszufinden.

Andere und sich selbst schützen
Auch gilt es, nicht nur jenen helfen, die betroffen sind: Auch das entsprechende Team muss geschützt werden. Führungskräfte müssen sich ebenfalls selbst schützen. Mitarbeiter mit bestimmten Störungen können gefährlicher sein als man meint. Die psychologische Diagnostik nach dem ib reality view& proof concept zeigt das immer wieder auf.

Hilfsangebote
Darüber hinaus sollten Hilfsangebote bereitgestellt werden, die teilweise anonym sind. Darüber sollte aber offen kommuniziert werden. Psychische Störungen und schwere Persönlichkeitsstörungen sind eben keine Lapalie und dürfen kein Tabu-Thema bleiben, das von Unwissenden belächelt oder stigmatisiert wird. Führungskräfte sollten sich schulen und coachen lassen, damit sie ein Gespür für das Erkennen psychischer Störungen und möglicher Krankheitssymptome bekommen, wobei jedoch das Diagnostizieren auf Basis angeblicher "Menschenkenntnis" unbedingt (zwingend) vermieden werden muss.

 

Hilfen anbieten.
Inhalte der Führungskräfte-Sensibilisierung

Die Führungskräfte-Sensibilisierung zur Erkennung psychischer Störungen kann in Seminarform oder als Individual-Training durchgeführt werden. Zu Beginn erhalten die Teilnehmer einen Überblick, wann, wo und bei wem psychische Verhaltensauffälligkeiten auftreten können und wie sich diese auf das gesamte Unternehmen auswirken. Nachfolgend erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die Grundlagen der Psychologie mit dem Schwerpunkt Wahrnehmungspsychologie. Die Teilnehmer lernen, Menschen auf Basis sachlicher psychologischer Kriterien wahrzunehmen und einzuschätzen. Dazu werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, Beobachtungs- und Wahrnehmungsfehler zu erkennen und zu relativieren. Anhand bestimmter beobachtbarer Verhaltensmerkmale lernen die Teilnehmer, psychische Verhaltensauffäligkeiten zu erkennen und unauffällig zu testen. Dazu werden u.a. auch kommunikative Verhaltensmerkmale erörtert. Geübt wird auch das richtige Ansprechen des Problems sowie die Erarbeitung von Lösungen.

 

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